10.Sebastian-Watermann-Turnier unter „neuer“ Normalität


Holger Lai

Ein 13 Stundentag für die Holtener Bogenschützen

Am vergangenen Sonntag veranstalteten die Bogenschützen des TuS Grün-Weiß Holten 1900 e.V. das 10. Sebastian-Watermann-Gedächtnisturnier.

Für den Verein war es eine enorme Herausforderung, das Turnier unter den Corona-Hygienebedingungen zu veranstalten. Zwar zählt Bogensport nicht zu den Kontaktsportarten, aber an der Schießlinie ist es im Allgemeinen sehr eng. Im letzten Jahr gaben sich 120 SchützInnen verteilt auf 32 Scheiben die Ehre. In diesem Jahr musste das Turnier zweigeteilt werden. Um 9 Uhr morgens starteten die Compound- und BlankbogenschützInnen mit knapp 50 Teilnehmern, um 13:30 mussten dann knapp 60 Recurveschützen bei bestem Wetter antreten. Für den Verein und seine HelferInnen war das eine Doppelbelastung.

Da sämtliche Meisterschaften, sowie die meisten freien Turniere und Championate für die Außensaison 2020 abgesagt wurden, waren die Gäste sichtlich erleichtert, endlich mal wieder einen Wettkampf schießen zu können. Selbst aus Hessen und Baden-Württemberg reisten die Schützinnen an.

Das wirkte sich auch auf die Stimmung aus und das eigens für die Veranstaltung erarbeitete Hygienekonzept konnte erfolgreich umgesetzt werden.


Viele hundert Euro für Elterninitiative

Selbst das Sonderschießen zu Gunsten der Elterninitiative Kinderkrebsklinik Düsseldorf e.V. fand in leicht veränderter Weise statt. Die Schützen konnten gegen eine Geldspende einen Pfeil auf ein Loch in der Auflage schießen. Für die sonst auf Gold konditionierten Sportler keine einfache Aufgabe. Den Gewinner winkten attraktive gespendete Preise. Viele hundert Euro konnten durch die Spenden der Schützen gesammelt werden. Die Übergabe der Spendengelder findet wie gewohnt im Rahmen der Vereinsmeisterschaft Hallensaison statt.


Sportlich hatte das Turnier auch einiges zu bieten. Bei den Compound-Herren verfehlte Dirk Rensmann vom DJK Coesfeld die möglichen 720 Ringe um 3 Ringe. Damit schoss er sich auf den ersten Platz, gefolgt von dem Düsseldorfer Andreas Althaus (712), sowie Andreas Terwey (707), ebenfalls DJK Coesfeld.

Die Schützin Merle Meuter aus Essen setzte sich bei den Compound-Damen mit 685 Ringen durch, Alexandra Sellhorst behauptete den 2.Platz mit 3 Ringe Vorsprung auf die Drittplatzierte Jasmin Blaszak.

In der Compound-Masterklasse dominierte der aus Schwetzingen angereiste Stefan Butz mit 711 Ringen, gefolgt von Ingo Oppermann (704) und Marco Göttges (698).

In der Compound-Altersklasse Damen traten leider nur zwei Schützinnen an. Andrea Butz (BSC Heidelberg) holte sich den 1.Platz mit 682 Ringen. Marion Greens folgte mit 677 Ringen.

Aber auch die jungen Schützen waren, wenn auch sparsam, vertreten. Der Holtener Paul Pape war in der Schülerklasse Compound einziger Teilnehmer und schoss konstant 344 im ersten und 343 Ringe im zweiten Durchgang. Die Plätze eins und zwei machte bei der Compound-Jugend Ruven Flüß (700) und Max Schuehoff (686) unter sich aus.

Gewinner in der Blankbogenklasse Herren wurde Volker Wahle von den Xantener Querschießern mit 636 Ringen, vor Timo Heydasch (Remscheider SV) und Kevin Dombrowski (BC Gelsenkirchen). In der Damenklasse gab es nur eine Teilnehmerin. Amelie Jorde schoss 544 Ringe.

Bei der Recurve-Jugend konnte sich Elias Wahle mit 643 Ringen deutlich von den Verfolgern absetzen. Platz 2 erreichte der Holtener Simon Gores (587), Platz drei ging an Falk Willemsen (536).

Sebastian Koller bestritt in der Recurve-Juniorenklasse einen konkurrenzlosen Wettkampf und endete mit 629 Ringen.

Die Recurve-Herren gingen mit 21 Schützen in den Wettkampf. Diesen konnte Arne Metzlaff (GW-Holten) mit 694 Ringen vor dem Vereinskameraden Carlo Schmitz (680 Ringe) und dem Essener Stefan Winter (663 Ringe) für sich entscheiden.

Bei den Recurve-Damen setzte die weit angereiste Verena Schmidt von den Bogenfalken Bega mit 657 eine Marke. Auf dem zweiten Platz kam die Soesterin Laura Göttges, Platz 3 sicherte sich Birgit Schiemenz aus Blomberg, Ostwestfalen Lippe.

Auch in der Recurve-Masterklasse hatte ein weit angereister Schütze die Nase vorn. Gerd Willemsen von den Bogenfalken Bega holte sich Platz 1 mit 682 Ringen. Die Rheydter Thomas Dornik und Werner Scharke erreichten ebenfalls Podiumsplätze.

Bei den Recurve-Alterklasse Damen konnte sich Karin Brunner vom benachbarten BSCO die Goldmedaille abholen. Bärbel Battenberg erreichte die Silbermedaille, Ursula Thomas die Bronzemedaille.


Arne Metlaff

Wanderpokale nach Remscheid. Coesfeld und Holten

In den Gesamtwertungen um die Sebastian-Watermann-Wanderpokale holte sich in der Blankbogenklasse der Remscheider SV die Trophäe.

Den Pokal der Compoundklasse schnappte sich die DJK Coesfeld mit überzeugenden 2117 Ringen (Platz 2- Brotherhood of Archers, Platz 3- Schützengilde Habinghorst).

Und der Recurve-Wanderpokal ging zum wiederholten Mal an den Gastgeber GW Holten (2022 Ringe). Einen starken zweiten Platz erreichten die Sportnachbarn des BSC Oberhausen (1948 Ringe), vor den Bogenfalken Bega (1875 Ringe).

Die Hähne gehen nach den positiven Erfahrungen bei dem Turnier und dem gewonnenen Stück „Normalität“ optimistisch in die Hallensaison 2020/2021.

Das Holtener Nachwuchstalent Sophie Kühne konnte leider nicht am Turnier teilnehmen. Sie folgte Zeitgleich einer Einladung des Bundestrainers Oliver Haidn nach München zu einem Sichtungsschießen. Dort belegte sie im ersten Jahr in der Jugendklasse einen guten Platz im Mittelfeld (627 Ringe auf 60 Meter). Die beim Training des Landeskaders RSB erzielten 650 Ringe auf 60 Meter lassen noch auf einige Überraschungen hoffen.

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