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6 Stunden im Backofen

Der 6 Stundenlauf in Werl fand nun bereits zum fünften Mal statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 begrenzt und war schnell ausgebucht. Die Strecke führt auf einer 7,5 km Runde durch den Stadtwald in Werl über Waldwege und Singeltrails mit 100 Höhenmeter pro Runde.


Danny Haesters vom VfL Bergheide war bereits 2021 dabei und konnte auch in diesem Jahr wieder einen Startplatz ergattern. Der Start erfolgte um 10 Uhr an der Waldschule und sofort ging es in den ersten Trail. Die Strecke war mit Sprühkreide und Flatterband perfekt markiert. Nach 1,5 km ging es am Waldrand hinunter auf eine Lichtung zu. Hier war der Boden mit Wurzeln übersät und höchste Vorsicht geboten. Jetzt kam bei Kilometer 2 die schwierigste Stelle mit dem treffenden Namen „Kill the hill“. oben angekommen fand sich der erste Verpflegungspunkt. Hier warteten sauber aufgereiht 100 Becher mit den entsprechenden Startnummern, sodass jeder Läufer seinen Becher finden und diesen immer wieder nutzen konnte. Für musikalische Unterhaltung sorgte hier die gesamten 6 Stunden Karl-Heinz Duda mit seiner Gitarre. Danach lief man mit voller Sonneneinstrahlung über die Autobahnbrücke und fühlte sich wie ein Brathühnchen. Hier bei Kilometer 5 lag auch eine Transpondermatte, welche die jeweilige Zeit festhielt. Temperaturen über 30 Grad forderten den Läufern alles ab. Danny Haesters wusste, dass man bei diesem Wetter das Tempo drosseln und sich bei jeder Verpflegungsstelle ausführlich versorgen musste. Auch der Kopf musste immer wieder mit Wasser gekühlt werden.

Der Veranstalter hatte aber an alles gedacht und für ein ausgiebiges Angebot gesorgt. in jeder Runde konnte man auf einem Bildschirm seine Zeit und Position kontrollieren. Von Runde zu Runde wurde es nun immer wärmer und Danny merkte, dass er besser die Hügel hochwalkte und dadurch Kräfte sparte ohne viel Zeit zu verlieren. Mit jeder Runde verbesserte er so seine Platzierung. Eigentlich wollte er heute nach 45 km Schluss machen, aber dieses Ziel hatte er bereits nach 5 Stunden erreicht, also entschloss er sich weiter zu laufen. Eine kluge Entscheidung, denn dadurch konnte er nach 5:49:04 mit 52,5 Km den Platz 1 von 10 in seiner Altersklasse und Platz 5 von 77 in der Gesamtwertung belegen. Der Lohn hierfür war eine schöne Medaille aus Holz und- Metall, eine Urkunde und einen Erinnerungsbecher.

Aus einem Eiswagen wurde allen Teilnehmern als Zielverpflegung zusätzlich noch Eiskugeln geboten.

Dannys Fazit: Ich würde auf jeden Fall wieder hier starten. Was hier menschlich und organisatorisch geboten wird, ist ein Alleinstellungsmerkmal, selten habe ich mehr glückliche Läufer nach Hause fahren gesehen.

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