Josef Ziegenfuß geht in Ruhestand

Josef Ziegenfuß, langjähriger Mitarbeiter im Oberhausener Turnverein von 1873 e.V., ist seit dem 10. Mai (fast) nur noch Privatperson im OTV. Das Amt, das er zuletzt innehatte, legte er wie angekündigt nieder und ersetzte es ausnahmsweise nicht durch ein neues.


Genau das hatte Ziegenfuß jahrelang getan: Im OTV ein Amt nach dem nächsten übernommen. Begonnen hat er seine „Karriere“ im OTV 1983 als „Papa“ seiner Kinder, die zur Leichtathletik im OTV gingen – und weil wie heute immer noch schon damals Trainer und Betreuer fehlten, war das zwei Jahre später der Startschuss für ihn, eine Ausbildung zum Trainer zu absolvieren und die Jugend zu trainieren. Ein Amt kommt selten allein, und so wurde er zeitgleich 2. Abteilungsleiter. Eine Spezi­alisierung zum Trainer im Wurfbereich folgte. Der Job als Kampfrichter bei sportli­chen Veranstaltungen lief da nebenher.

Die Leichtathletik und der OTV ließen Ziegenfuß nie mehr los. Inzwischen war er selbst aktiv, startete bei Volksläufen und bei Wettkämpfen. Zurzeit versucht er, leicht­athle­ti­sche Geräte möglichst weit zu werfen.

Ganze 19 Jahre blieb das so – 2004 dann wurde aus dem 2. Abteilungsleiter der erste, 2012 kam der Posten des 2. Vereinsvorsitzenden dazu. Als dieser sich drei Jahre spä­ter wandelte zum 1. Vorsitzenden, gab Ziegenfuß die Abteilungsleitung ab an seinen Sohn Marc – der heute 2. Vorsitzender des Vereins ist.

Als Trainer konnte Ziegenfuß durchaus tolle Erfolge feiern: U. a. sammelte sein Schütz­ling Stefan Naunheim als Speerwerfer Medaillen bei den Deutschen Jugend­meister­schaf­ten, wurde Deutscher Vize-Meister und verpasste knapp das Ticket zur Jugend-WM.

24-mal organisierte Ziegenfuß die OTV-Meile, deren Teilnehmerzahl zwischenzeitlich vier­stellig war. Ein Event, das weit bekannt war über Oberhausens Grenzen hinaus.

Nach der Abwicklung einiger Meilen hatte er sein Organisationstalent unter Beweis ge­stellt. Mit dem immer beliebter werdenden Walking wurde der Walking Day ins Le­ben gerufen, den er 12-mal mit ausrichtete. Mit zwei gut funktionie­renden Veranstaltun­gen konn­te das Talent des OTVers nicht verborgen bleiben. So wurde er im Stadtsportbund zum Sportbeauftragten berufen und organisierte den sportlichen Teil der ersten Cityläufe.

Nicht nur hierbei war er aktiv. Zeitweise gab es keine leichtathletische Veranstaltung in Oberhausen, an der er nicht beteiligt war. Organisierend, beratend und helfend wurde Ziegenfuß so bei Schulwaldläufen, regionalen und überregionalen Meister­schaf­­ten, Stadt­­meisterschaften und Marathons ein nicht wegzudenkender Teil der Veranstal­tungen.

Darüber hinaus kann man Josef Ziegenfuß durchaus als universell einsetzbares Multi­talent bezeichnen. Er kann nahezu alles. Sei es, auf dem PC Anmeldungen zu Veran­staltungen einzurichten oder mit dem Mitgliederverwaltungsprogramm umzugehen. Er arbeitete mit an der Gestaltung der Vereinszeitschrift „Echo“ und an der Gewinnung von Sponsoren dafür. Er kann Zimmerdecken neu verkleiden und dabei die Beleuchtung integrieren oder Lautsprecher an Lichtmasten befestigen, er hat die energetischen Sa­nie­rungsmaßnahmen für den OTV refinanziert auf den Weg gebracht und vieles mehr. Die Aufzählung ist nicht vollständig.

Nun hat Josef Ziegenfuß die Arbeiten abgegeben in andere Hände. Trainer wird er bis zum Jahresende noch bleiben - Ehrenmitglied im OTV immer.

Der OTV wünscht ihm einen Ruhestand, der zum „Unruhestand“ wird, mit vielen schönen Reisen, auf denen er seinem Hobby, dem Fotografieren, nachgehen kann. Und die Mitglieder sind sicher, ihn noch das eine oder andere Mal auf der Anlage zu sehen…


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