google61aee9ce18648c4b.html Mit einer weißen Weste in die WM- Pause

Mit einer weißen Weste in die WM- Pause


KTTO/TC 69 gewinnt das Revierderby deutlich mit 61 zu 17 und bleibt Tabellenführer


Der KTTO- Zug rollt weiter und weiter. Auch das nahegelegene Turnzentrum aus Bochum konnte den bisherigen Tabellenführer der 3. Bundesliga ebenfalls nicht bremsen. Mit einer ambitionierten und starken Teamleistung holen sich die Oberhausener Turner den Sieg im Revierderby deutlich und verdient mit 61 zu 17 Scorepoints.

Der Auftakt am Boden ging wieder einmal mit einer ausgeglichenen Leistung an das KTTO mit 7 zu 4. Durchaus hätte der Boden auch zu null gewonnen werden können, doch leider musste Moses Guthke im letzten Duell in seiner ersten Akrobatikbahn mit den Händen auf den Boden greifen. Doch der Sieg an diesem Gerät wurde im Vorfeld durch seinen Teamkollegen Matthias Steinkamp, Jacob Guthke und einem bärenstarken Jermain Grunberg eingefahren. Aus der Analyse im Vorfeld des Wettkampfes war Teamchef Sydnee Ingendorn durchaus bewusst, dass die Bochumer eher ihre Stärken an den ersten drei Geräten hatten und so nun am Pauschenpferd und den Ringen absolut Konzentration gefordert war. „Was wir dann abgeliefert haben war großer Sport und extrem gute Nervenstärke.“ War der Trainer von seiner Mannschaft überzeugt.

Am Pauschenpferd konterte das KTTO auf die ersten beiden Übungen der Gastgeber aus Bochum direkt mit starken Vorführungen von Matthias Steinkamp und Tim Goedkoop. Kai Berner sollte mit der am Ende stärksten Pferdübung des Tages stark vorlegen und der Debütant Nusret Becirovic zeigte noch einmal zum Schluss eine solide Übung, dessen Gegner mit einem Absteiger letztendlich keine Chance hatte. Das klare Ergebnis von 14 zu 0 war ein Fingerzeig des KTTO. Mit dieser hohen Motivation ging es an die Ringe Kai Berner und Tim Goedkoop legten mit zwei sehr eleganten Übungen vor gegen die das TZ Bochum nicht die entsprechenden Antworten hatte und vier bzw. einen Scorepunkt abgaben. Im dritten Duell präsentierte sich Luca Padalewski in diesem Wettkampf etwas wackelig und musste an seinen Gegner drei Scorepunkte abgeben. Doch am Ende des Gerätes zeigte Michael Donsbach mit einer starken Ringeübung, dass auch dieses Gerät in Oberhausener Hände bleibt. Endstand Ringe 10 zu 3.

„Pferd und Ringe liefen sehr gut. Wir konnten uns jetzt eigentlich nur noch selbst schlagen. Aber genau das ist der Punkt an dem ich mit der Mannschaft noch arbeiten möchte. Jetzt darfst Du nicht hingehen und 10% nachlassen. Das habe ich den Jungs nochmal vor der Einturnpause mit auf dem Weg gegeben.“ War Sydnee Ingendorn sichtlich zufrieden mit dem Zwischenstand, hat aber eine klare Idee was die Entwicklung der jungen Turner in so einem Wettkampf betrifft.

Nach der Pause passierten dann die ersten Flüchtigkeitsfehler. Jermain Grunberg und Jacob Guthke starteten stark am Sprung, doch Moses Guthke und Matthias Steinkamp waren an diesem Gerät nicht so präesent und sicher wie in den ersten beiden Wettkämpfen. „Moses zeigte einen sehr einfachen Sprung, weil der Anlauf nicht passte. Das kann Dir passieren, bricht Dir aber in einem engeren Wettkampf das Genick. Genau das sind diese Entwicklungen, an denen in der Saison gearbeitet werden müssen.“ So endete der Sprung verdient mit einem 6 zu 6 unentschieden.

Zu Beginn des Durchgangs am Barren setzte sich diese Unsicherheit fort. Jacob Guhtke zeigte, nach einer bis dato sehr sauberen Übung, eine ungeplante Rolle rückwärts. Mit nur einem verlorenen Scorepunkt blieb die Ausbeute der Bochumer jedoch gering. Mit einer wieder einmal starken Übung von Michael Donsbach brachte der 18- jährige sein Team wieder auf ruhigere Fahrwasser. Drei Scorepunkte für seine Mannschaft. Danach musste wieder das Turnzentrum aus Bochum vorlegen und mit Luca Padalewski sowie Jermain Grundberg hatte Trainer Sydnee Ingendorn genau die beiden richtigen Turner in der Hinterhand. Im ersten Duell sicherte sich Luca Padalewski zwei Scorepunkte und Jermain Grunberg erturnte nochmal starke vier Scorepunkte. „Die Übung von Jermain am Barren war der Knaller des Tages. Dafür alleine lohnt es sich schon zum nächsten Heimwettkampf unseres Teams zu kommen.“ War Ingendorn begeistert von der Vorführung des 19- jährigen Niederländers.

Am Ende stand mit 9 zu 1 wieder ein sicherer Gerätesieg zu buche und das Königsgerät sollte nun nicht mehr wettkampfentscheidend sein. Trotzdem wollten die Oberhausener am Ende auch diese Gerätepunkte mit nach Hause nehmen. Moses Guthke erturnte nach einer guten und im Grunde besseren Übung als sein Kontrahent nur ein Unentschieden. Matthias Steinkamp brachte im Anschluss jedoch mit fünf Scorepunkten das KTTO wieder auf die Siegestraße am Reck. Michael Donsbach präsentierte eine gute Übung, verlor sein Duell jedoch zurecht gegen eine etwas bessere Übung von Artur Sahakyan. Doch wieder einmal sollte es Jermain Grunberg sein, der mit einer sicheren Reckübung den Gerätesieg sichern sollte. Die Reckübung von Jermain Grunberg schien die Gastgeber so einzuschüchtern, dass der junge Lukas Herich erst gar nicht am Gerät antrat. „Das man keinen Turner einsetzt, auch wenn man den Gegner nicht schlagen kann, finde ich nicht gut. Muss man aber am Ende selber wissen, ob man einen Heimwettkampf so beenden möchte.“ Fand Ingendorn den Wettkampfabschluss etwas enttäuschend. Kein Gegner bedeutete dann auch den seltenen Gewinn von 10 Scorepunkten auf dem KTTO- Konto.

In einem zu jederzeit fairen Revierderby mit einer guten Atmosphäre in der Wettkampfhalle sicherte sich das KTTO den dritten Sieg im dritten Wettkampf. Mit einem noch dazu sehr guten Ergebnis bei den gewonnenen Geräten stehen die Oberhausener Turner vor der WM- Pause souverän an der Tabellenspitze. Da stellt sich die Frage an Sydnee Ingendorn, wo die Reise am Ende hingehen soll. „Wir können natürlich unsere Favoritenrolle auf den Meistertitel in der 3.Bundesliga Nord derzeit nicht wiedersprechen. Doch ich sehe eher das Entwicklungspotenzial, das wir noch haben. Meine Ziele in der drei Wöchigen Pause sind die Stabilität zu verbessern und die Ausgangswerte stellenweise erhöhen. Was das am Ende Wert sein wird, sehen wir dann.“

Ob die entsprechenden Entwicklungen auch eingetreten sind, können die Turner dann am 19.11. in eigener Halle gegen den Tabellendritten aus Karlsruhe unter Beweis stellen. Vor vollen Rängen wollen die KTTO- Turner dann weiter auf der Erfolgswelle reiten.

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