Erfolgreicher Abschluss der ÜL-C Ausbildung in vielfältiger Zusammensetzung.
Oberhausen. Nach mehreren Monaten intensiver Lernarbeit haben die Teilnehmenden erfolgreich ihre Übungsleiter*in-C Ausbildung abgeschlossen. In insgesamt 120 Lerneinheiten, verteilt über viele Wochenenden, Hospitationen bei anderen Vereinen und theoretische Elemente, bereiteten sie sich gewissenhaft auf ihre abschließende Lehrprobe und ihre künftige Tätigkeit in der sportlichen Vereinsarbeit vor. Die Ausbildung richtete sich an Sportlerinnen und Sportler, die Freude daran haben, Gruppen zu leiten und andere für Bewegung zu begeistern. In diesem geförderten Lehrgang kamen Personen zusammen, die entweder selbst eine Einwanderungsgeschichte haben oder sich beruflich bzw. ehrenamtlich im Bereich der Integrationsarbeit für Kinder oder junge Erwachsene engagieren. Die Gruppe von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen – persönlicher Erfahrung, Engagement in gemeinnützigen Organisationen oder beruflicher Arbeit – profitierte von einer vielfältigen und wertvollen Dynamik für den Austausch und die Vernetzung untereinander.
In einem ausgewogenen Zusammenspiel aus Theorie und Praxis vermittelten die Dozierenden fundiertes Wissen in den Bereichen Trainingslehre, Bewegungsförderung, Sportmethodik, Kommunikation, Motivation und Gruppenführung. Auch sicherheitsrelevante Themen, organisatorische Abläufe sowie rechtliche Grundlagen im Sportbetrieb standen auf dem Lehrplan. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Verständnis der Anatomie und Funktionsweise von Bändern, Gelenken und Muskulatur. Die Teilnehmenden lernten, wie Bewegungen vom Körper umgesetzt werden, welche Muskelgruppen bei verschiedenen Übungen aktiviert werden und wie sich Verletzungsrisiken durch gezieltes Aufwärmen, Dehnen und eine korrekte Übungsausführung vermeiden lassen. Dieses Wissen bildet die Grundlage für eine sichere und gesundheitsbewusste Gestaltung ihrer Trainingsangebote. Die angehenden Übungsleiterinnen und Übungsleiter entwickelten eigenständig Trainingskonzepte, leiteten Übungseinheiten und erhielten dazu fachlich fundiertes Feedback. So wurden sie gezielt darauf vorbereitet, künftig eigenverantwortlich Sportgruppen in Schulen und Vereinen zu betreuen und ihre Begeisterung für Bewegung weiterzugeben. „Man spürte bei jedem Ausbildungsblock, mit wie viel Herzblut die Kolleginnen und Kollegen dabei sind“, berichtet eine der Teilnehmenden. „Viele bringen bereits Erfahrung aus dem aktiven Sport mit und nutzen die Ausbildung, um ihr Wissen zu vertiefen und neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen. Genau das macht die Gruppe so lebendig.“ Im Verlauf der Ausbildung wuchs die Gruppe zu einer eingespielten Gemeinschaft zusammen. Der kollegiale Austausch untereinander und mit den Dozierenden sorgte für eine motivierende Lernatmosphäre, in der sich zahlreiche neue Kontakte und Freundschaften entwickelten. Am letzten Lehrgangstag stand schließlich die praktische Lehrprobe auf dem Programm. Die meisten Absolventinnen und Absolventen bestanden diese mit Erfolg und dürfen sich nun offiziell zertifizierte Übungsleiter*innen-C nennen – eine Qualifikation, die ihnen vielfältige Möglichkeiten im Breiten- und Vereinssport eröffnet. „Das überwiegende Engagement und die Begeisterung der Teilnehmenden haben gezeigt, wie viel Leidenschaft im Sport und der Vereinsarbeit steckt. Wir freuen uns auf viele neue, kreative Sportangebote, die hoffentlich aus dieser Ausbildung hervorgehen werden“, resümierte Frank Gaca, der in weiten Teilen die Ausbildung leitete. Zum Abschluss bedankten sich die Teilnehmenden beim gesamten Lehrteam sowie beim Stadtsportbund Oberhausen e.V und seiner Sportjugend für die Organisation. Der Lehrgang wurde in besonderem Maße durch eine Zuwendung aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Diese Förderung trägt dazu bei, die Qualifizierung engagierter Ehrenamtlicher im Sport zu stärken und hier besonders im Kontext der Integrationsarbeit jungen Menschen den Zugang zu angeleiteten Sportangeboten zu erleichtern.
Text und Bilder ©christian matthes