Alstadener Kanuten setzen vor Landesmeisterschaften starke Zeichen
ALSTADEN. Die Generalprobe ist geglückt. Zwei Wochen vor den Landesmeisterschaften im Kanurennsport und der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften Anfang September in Brandenburg an der Havel präsentierten sich die Nachwuchsathleten des Alstadener Kanu-Clubs bei der internationalen Herdecker Ruhr-Regatta in guter Verfassung. Auch auf internationalem Parkett gab es für den AKC Grund zur Freude.
Für die stärksten Ergebnisse bei der Regatta in Herdecke sorgte Alina Mühle. Die 13-Jährige belegte im Einerkajak der Schülerinnen A über 500 Meter einen starken vierten Platz. Gemeinsam mit einer Sportlerin des KC Niederrhein Duisburg paddelte sie im Zweierkajak außerdem auf Rang zwei über 1.000 Meter sowie auf Platz drei über 500 Meter.
Nicht ganz nach Wunsch verlief das Wochenende für Joel Leipert. Der 14-Jährige gewann zwar gemeinsam mit Alina Mühle den gemischten Zweierkajak über 250 Meter, verpasste im Einerkajak als Vierter seines Zwischenlaufs jedoch den Einzug ins Finale.
„Joel hatte vor rund drei Wochen einen Fahrradunfall und ist erst vergangene Woche wieder locker ins Training eingestiegen. Das ist natürlich nicht optimal, aber wir müssen schauen, was wir bis zu den Landesmeisterschaften daraus machen können“, sagte Trainer Karsten Heuser.
Auch bei den Damen wusste der AKC zu überzeugen. Finja Schönenberg sicherte sich gemeinsam mit Jana Bartholdus vom TC Sterkrade im Zweierkajak der Leistungsklasse den zweiten Platz. In den Einerkajaks der Juniorinnen kamen über 250 und 500 Meter noch ein fünfter sowie ein siebter Rang hinzu.
Eine starke Vorstellung zeigte auch Lina Steinhoff. Die Zehnjährige paddelte bei den Schülerspielen über 500 Meter auf Rang zwei. Im Gesamtklassement aus 1.200-Meter-Lauf, 500-Meter-Einerkajak und 1.500-Meter-Langstrecke belegte sie unter den zahlreichen Teilnehmerinnen einen hervorragenden siebten Platz. Die Tochter der Oberhausener Sportlerin des Jahres 2005, Nadin Steinhoff (damals Jürgens), knüpfte damit an die sportliche Familientradition an.
Während die Nachwuchsfahrer in Herdecke überzeugten, sammelten die Alstadener auch international weitere Erfolge. Für die Nationalmannschaft des Deutschen Kanu-Verbandes startete Carmen Morawietz bei der Langstrecken-Rennserie von Kastilien und León in Spanien. Gemeinsam mit Caroline Fink (Hamm), Emma Kaposvari und Liv-Grete Köntrop (beide Leipzig) belegte sie beim „Gran Premio K4 Valladolid“ über 5.000 Meter überraschend den dritten Platz hinter den Booten aus Spanien und Ungarn.
Auch beim zweiten Rennen, der 63. Regata Internacional Sanabria 2026, mischte das deutsche Quartett vorne mit. Im Kampf um Rang drei fehlten am Ende jedoch nur wenige Sekunden auf das dänische Boot.
„Das war schon eine harte Veranstaltung, die aber auch richtig Spaß gemacht hat“, sagte Morawietz nach den beiden Wettkämpfen.
Derweil ist Caroline Heuser wohlbehalten im kanadischen Montreal angekommen. Dort steht für die 19-Jährige am Wochenende der dritte Weltcup der Saison auf dem Programm. Geplant sind Starts im Einerkajak über 1.000 und 5.000 Meter – ehe für den AKC mit den Landesmeisterschaften der nächste wichtige Saisonhöhepunkt ansteht.