VfL Bergheide 1919 e.V.
Oberhausener Ultraläufer Olaf Ortmann erreicht Jahresziel beim 12-Stunden-Lauf in der Schweiz
76 Kilometer, Platz sieben und zehn Stunden Dauerregen: Mit einem erfolgreichen Wettkampf im schweizerischen Brugg hat der Oberhausener Ultraläufer Olaf Ortmann seine Saison 2026 beendet.
Der Startschuss fiel um Mitternacht. In den folgenden zwölf Stunden mussten sich die Teilnehmer mit schwierigen Wetterbedingungen auseinandersetzen: Zehn Stunden lang regnete es nahezu ununterbrochen. Parallel zum 12-Stunden-Lauf fanden in Brugg die Schweizer Meisterschaften im 24- und 48-Stunden-Lauf sowie ein 6-Stunden-Lauf statt.
Für Ortmann war der Wettkampf zugleich ein sportlicher und persönlicher Saisonabschluss. Nach seinem vorzeitigen Ausstieg beim Deutschlandlauf, bei dem er im Sommer 427 Kilometer zurückgelegt hatte, wollte der erfahrene Ausdauersportler sein letztes großes Jahresziel unbedingt erreichen: mindestens 75 Kilometer innerhalb von zwölf Stunden.
Die Vorbereitung verlief allerdings nicht optimal. Ein Infekt hatte Ortmann bereits zuvor zum Verzicht auf den Budapest-Marathon gezwungen. Auch in der Schweiz merkte er schnell, dass seine Kräfte noch nicht vollständig zurückgekehrt waren.
„Ursprünglich hatte ich mir sogar deutlich mehr als 80 Kilometer vorgenommen. Aber schon während der ersten Stunden habe ich gemerkt, dass ich noch nicht wieder ganz fit bin. Deshalb habe ich das Tempo reduziert und bin bewusst sehr ruhig weitergelaufen. Mir war vor allem wichtig, mein Jahresziel von 75 Kilometern zu erreichen“, berichtet Ortmann.
Am Ende standen 76 Kilometer und der siebte Platz in der Gesamtwertung des 12-Stunden-Laufs zu Buche.
Begleitet wurde Ortmann in die Schweiz von Annet Rothstein, die selbst beim parallel ausgetragenen 6-Stunden-Lauf an den Start ging.
Mit dem Wettkampf in Brugg beendet Ortmann seine sportliche Saison 2026. Nach einer Regenerationsphase im Winter will er sein Training schrittweise wieder aufbauen.
Ein mögliches nächstes großes Ziel steht bereits im Raum: die Weltmeisterschaften im 48-Stunden-Lauf. Dafür ist der Oberhausener bereits gemeldet. Ob er tatsächlich an den Start gehen wird, möchte er allerdings erst im Frühjahr entscheiden.
„Ich freue mich, dass ich mein Jahresziel doch noch erreicht habe. Jetzt steht erst einmal die Erholung im Vordergrund. Im Frühjahr werde ich entscheiden, ob ich mir die Weltmeisterschaft über 48 Stunden zutraue.“
76 Kilometer nach zwölf Stunden, trotz Dauerregens und schwieriger Vorbereitung – für Ortmann ein versöhnlicher Abschluss einer sportlich ereignisreichen Saison.
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